Die Wassertafel Berlin-Brandenburg hatte gemeinsam mit der Bürgerinitiative Grünheide zum 03.12.2022 zu einer Kundgebung gegen weitere Landnahmepläne Teslas auf den Grünheider Marktplatz gerufen. Tesla beabsichtigt sein Gelände um 100 ha Wald, welcher teilweise  im Landschafts- und Wasserschutzgebiet liegt, zu erweitern. Umweltminister Axel Vogel wies auf einer Sitzung des MLUK (Ministerium für Umwelt und Klima) darauf hin, dass die Umwandlung von unter Landschaftsschutz stehendem Wald in eine andere Nutzungsart gar nicht so einfach sei und gab Tesla den „Tipp“, doch die Idee eines Güterbahnhofs dort zu verwirklichen, denn den Lieferverkehr auf Bahnschienen verlegen zu wollen, sei gewiss ein ausreichendes Kahlschlagargument für Bäume, selbst wenn sie eigentlich streng geschützt seien. Es geht also in der „Zusammenarbeit“ von Tesla, Behörden und Politik weiter wie bisher: Die Naturzerstörung wird per Salamitaktik betrieben und die Grünheider werden sich des Verlustes ihrer „von Seen und Wäldern geprägten Heimat“ (O-Ton Bürgermeister Christiani) erst bewusst werden, wenn der letzte Baum gerodet und der letzte See ausgetrocknet sein wird. Dementsprechend fand auch der B-Plan, der die Voraussetzung für das erneute Waldopfer bildet, nur fünf Tage später mit einer 2/3-Mehrheit die Zustimmung der Grünheider  Gemeindevertreter. 

 

       

Hier das Medienecho zu unserer Aktion:

https://www.moz.de/lokales/erkner/protest-in-gruenheide-_kein-baum-mehr-fuer-tesla_-_-umweltverbaende-bei-demonstration-gegen-gigafactory-67961595.html

https://www.berliner-zeitung.de/news/200-menschen-protestieren-gegen-erweiterung-der-tesla-fabrik-li.293761

https://www.tag24.de/nachrichten/regionales/brandenburg/demo-in-gruenheide-protest-gegen-erweiterung-der-tesla-fabrik-2681480

https://www.bz-berlin.de/brandenburg/protest-gegen-ausbau-der-tesla-fabrik-in-gruenheide

 

Fotos unten: Ein Teilstück des Teslaareals heute, im Dezember 2022, und vor 3 Jahren (Aufnahme vom 15.12.2019), als der Kiefernwald durch Unterpflanzungen mit Laubbäumen zum Mischwald umgewandelt werden sollte.