Umweltkatastrophe in der Oder: Stand 07.09.2022

Am Wochenende 03./04.09.2022, einen Monat, nachdem tonnenweise Fischkadaver aus dem Fluss geborgen wurden, hatten Umwelt- und Bürgerbündnisse Polens und Deutschlands verschiedene Aktionen durchgeführt. Polen und Deutsche demonstrierten gemeinsam auf der Europabrücke Siekierki-Neurüdnitz für Rettungsmassnahmen für die schwer geschädigte Oder. Im Zentrum ihrer Kritik und Forderungen stand die schleppende bis ausbleibende Reaktion der Behörden sowie der Ruf nach einem Stop des Ausbaus der Oder zu einer „Schnellstrasse“. Wenn ein Fluss nur als Abwasserkanal und Transportweg gesehen würde, hätte das Leben in ihm keine Chance.

Die Aktivisten stellen permanent bis heute (07.09.2022) Fotos von Fischkadavern ins Netz, die in Kanälen, die Wasser zur Oder leiten, und in Teichen gefunden werden. Es wird aktuell davon berichtet, dass Helfern auf polnischer Seite von Polizeikräften der Zugang zu Gewässern verweigert wurde. Gleichzeitig erklärt das Amtsblatt Märkisch-Oderland Nr. 30 vom 06.09.2022: „Die Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Nutzungen an der Oder und im näheren Einzugsbereich vom 16. August 2022 wird aufgehoben.“  Die Untere Wasserbehörde geht davon aus, dass die Ursachen der Katastrophe ermittelt wurde und nicht mehr fortbestehen …