20.02.2024: Grünheider stimmen mit hoher Mehrheit für Schutz von Wald und Wasser

Die Einwohner Grünheides hatten aktuell das erste Mal die Möglichkeit zu entscheiden, ob ihnen der Erhalt ihrer von Seen und Wäldern geprägten Heimat wichtiger ist als eine weitere Expansion der Tesla Gigafactory. Erneut sollte ein Landschaftsschutzgebiet in Industriegebiet umgewandelt werden, die Restriktionen, die in einem Wasserschutzgebiet gelten, aufgehoben. Unter sehr hoher Wahlbeteiligung und mit fast zwei Drittel ihrer Stimmen entschieden sich die Einwohner gegen den neuen Bebauungsplan. Wir als Wassertafel fordern, daß die Gemeindevertreter dieses Votum jetzt auch zügig umsetzen und nicht wieder getrickst und gemauschelt wird, um es auszuhebeln.

Lesen Sie hierzu unsere Pressemitteilung  (anklicken bitte)


09.12.2023: Aktion "Blaues Band" zum Schutz des Waldes in Fangschleuse

Am 09. Dezember trafen sich in Fangschleuse/Grünheide verschiedenste Bürgerinitiativen und Umweltgruppen, um ein Waldareal von knapp 120 ha, das erneut für Tesla geopfert werden soll, mit einem blauen Band als Symbol für das Wasser schützend zu umspannen. Sie forderten: Schluss mit der fortgesetzten Zerstörung eines Landschaftsschutzgebietes und Gefährdung eines Wasserschutzgebietes! Nicht nur der Standort, sondern auch „giga“-E-Automobile als auch die Qualität der Arbeit und der Investor selbst werden von uns abgelehnt!

Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung der Wassertafel Berlin-Brandenburg.


23.10.2023: Erörterungstermin zur Produktionserweiterung Teslas in Stadthalle Erkner

Am 23.10.2023 startete der Erörterungstermin zu den von Tesla beantragten Veränderungen, die für eine Verdopplung der Produktionszahlen erforderlich sind. Unter anderem soll dies der Bau einer 50 ha grossen neuen Produktionshalle sein. Im Unterschied zu den immensen Auswirkungen, die dies für die Anwohner und Natur und Umwelt haben wird und für unser Trinkwasser haben kann, steht die Lächerlichkeit dieser „Erörterungen“, die ihren Namen nicht verdienen. Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung der Wassertafel Berlin-Brandenburg.


27.09.2023: Abwahlantrag gegen Vorstand des Wasserverbandes WSE gescheitert

Am 27.09.2023 ist auf einer Versammlung des Wasserverbandes Strausberg-Erkner der Antrag auf eine Abwahl von dessen Vorstand gescheitert. Hintergrund des Antrages etlicher Bürgermeister von Gemeinden im Versorgungsgebiet war, daß diese sich in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung behindert sehen, weil sie keine Wasserversorgungsverträge für ausstehende Bauprojekte und Ansiedlungen von Investoren erhalten. Hier die Pressemitteilung der Wassertafel Berlin-Brandenburg. 


19.07.2023: Antragsunterlagen Teslas zur Produktionserweiterung liegen aus

Ab dem 19.07.2023 liegen erneute 10.300 Seiten Antragsunterlagen -dieses Mal zur Produktionserweiterung Teslas– aus. Wir protestieren in einer Pressemitteilung (zum Lesen anklicken) gegen weitere Waldzerstörung und Trinkwassergefährdung für die Produktion von E-SUVs, die keinen Beitrag zur Mobilitäts- oder Klimawende leisten


Weltwassertag 2023: Wassertafel zieht Zwischenbilanz

Zum Weltwassertag 2023 zieht die Wassertafel Berlin-Brandenburg eine Zwischenbilanz der Geschehnisse bei Tesla in Grünheide. Unser Fazit ist, dass das Landesumweltamt seine Funktion, unser Trinkwasser zu schützen, nicht oder nur ungenügend wahrnimmt und dass die Landespolitiker teilweise wie Lobbyisten Teslas agieren. 


Grundwasserschutz : Unabhängigkeit und Transparenz von Kontrollen gefordert!

Pressemitteilung Wassertafel Berlin-Brandenburg, 18.1.2023

Brandenburger Umweltamt darf Kontrollhoheit im Grundwasserschutz nicht an Tesla abgeben

Das Brandenburger Umweltamt hat dem Autokonzern Tesla offenbar die Überwachung des Grundwassers unter seiner Gigafactory in Grünheide überlassen. Die Kontrolle möglicher Verunreinigungen des Wassers in einem Trinkwasserschutzgebiet wird somit allein dem möglichen Verursacher übertragen. 

Ulrike von Wiesenau, Sprecherin der Wassertafel Berlin-Brandenburg, kommentiert: „Ein wahrhaft beeindruckendes Szenario: das Brandenburger Umweltamt hat Tesla offenbar die Kontrolle des Grundwassers unter der Gigafactory Grünheide vollständig überlassen, sie somit allein dem möglichen Verursacher übertragen. Der Automobilkonzern darf seine Verunreinigungen des Trinkwassers künftig selbst und exklusiv überwachen. Die Wassertafel BB fordert das Brandenburger Umweltministerium auf, die Kontrollhoheit der Öffentlichen Hand zum Schutz der elementaren Lebensmittels und zur Sicherung der Trinkwasserversorgung für Berlin und Brandenburg unverzüglich wieder einzusetzen. Alles andere käme einer Bankrotterklärung gleich.“ 

Website: www.wassertafel.org

Pressekontakt:  Ulrike von Wiesenau +49(0) 1573-4077795 |  presse@wassertafel.org


Tesla bietet Hilfe bei Wassersuche an

Am 08.12.22 wird die Gemeindevertretung in Grünheide darüber abstimmen, ob Tesla weiteres Waldgebiet kaufen, den Wald roden und dorthin expandieren darf. Zur Verzögerung in der Abstimmung der Gemeindevertreterversammlung hatte geführt, dass der ortsansässige Wasserverband Tesla vertraglich Wasser nur für die erste Ausbaustufe zugesagt hatte. Tesla sucht hier nun Abhilfe und bietet an, bei der Wassersuche behilflich zu sein. Sollte diese Hilfe zum Ziel führen und der Mehrbedarf des Autobauers so gedeckt werden, ändert das nichts am Wassermangel der Region. Schon jetzt sind Wasserrationierungen und Preiserhöhungen durch den Wasserverband Strausberg-Erkner beschlossen. Nicht nur die Quantität, auch die Qualität unseres Trinkwassers würden durch tiefere Bohrungen mit weiteren Einzugsgebieten beeinträchtigt. Die Flora und Fauna unserer Region kann sich ihr Wasser weder in grösserer Tiefe noch in weiterer Ferne beschaffen. Die Wassertafel Berlin-Brandenburg warnt vor Versuchen, sich über den vorhandenen Wassermangel hinwegsetzen zu wollen und so die Quantität und Qualität der lebensnotwendigen Ressource Trinkwasser zu gefährden. 

Website: www.wassertafel.org

Pressekontakt:  Ulrike von Wiesenau +49(0) 1573-4077795 |  presse@wassertafel.org


01.12.2022: Statt CETA-Ratifizierung: Wasserwirtschaft und Gemeingüter vor weiterer Kommerzialisierung schützen

Der Bundestag wird am Donnerstag, 1. Dezember 2022 über das Ratifizierungsgesetz zu dem umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen Kanada und der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten abstimmen. Das Abkommen ist seit 2017 teilweise in Kraft und bezieht sich bislang ausschließlich auf die Bereiche, die in die alleinige Zuständigkeit der EU fallen. Bislang wird CETA nur vorläufig angewandt, ohne Paralleljustiz und die demokratisch fragwürdigen Ausschüsse. Erst wenn alle Mitgliedsstaaten den Vertrag unterschrieben haben, treten diese in Kraft. Derzeit fehlen außer Deutschland noch elf weitere Länder, sowie die EU und Canada.

Bereits im Vorfeld der geplanten Abstimmung im Deutschen Bundestag über die Ratifizierung des umfassenden Handels- und Investitionsschutzabkommens zwischen der EU und Kanada (CETA) gab es ein breites gesellschaftliches Bündnis, an dem sich auch der Berliner Wassertisch und die Wassertafel Berlin-Brandenburg beteiligten. Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, Umwelt- und andere gesellschaftliche Organisationen forderten die Abgeordneten auf, gegen die Ratifizierung von CETA zu stimmen. Denn der internationale Handel brauche Regeln, die gewährleisten, dass Demokratie, Menschenrechte sowie Klima- und Umweltstandards geachtet werden. Eine zukunftsweisende und nachhaltige Handelsagenda.

Ulrike von Wiesenau, Wasserrechts- und Gemeinwohlaktivistin: „Das sogenannte Freihandelsabkommen CETA hat, anders als der Name suggeriert, mit freiem Handel nichts zu tun. Es ist vielmehr ein Konzern-Ermächtigungsabkommen. Es werden dabei Gremien geschaffen, die außerhalb demokratischer Strukturen stehen. CETA schafft geheim tagende Ausschüsse, die umfassende Machtbefugnisse erhalten und nicht von den Parlamenten kontrolliert werden.  Das Abkommen untergräbt die Rechtsstaatlichkeit, indem es eine Paralleljustiz für Konzerne schafft, die es diesen ermöglicht, Regierungen zu verklagen, wenn neue Gesetze ihren Interessen zuwiderlaufen. Wenn wir es ernst meinen mit dem Erhalt und dem Schutz des Wassers und der Gemeingüter, dürfen wir keine weiteren Kompetenzen aus der demokratischen Gestaltungshoheit geben. Statt CETA-Ratifizierung: Wasserwirtschaft und Gemeingüter in Zeiten der Krise vor weiterer Kommerzialisierung schützen!“

Website: www.wassertafel.org

Pressekontakt:  Ulrike von Wiesenau +49(0) 1573-4077795 |  presse@wassertafel.org


26.09.2022: Brand bei Tesla

Pressemitteilung Wassertafel Berlin-Brandenburg zum Brand bei Tesla: 

In der Nacht zum 26.09.2022 brannte es bei Tesla in Grünheide (Foto von Sven Schuster). Die Gigafactory liegt zum grossen Teil in einem Trinkwasserschutzgebiet. Die Wassertafel Berlin-Brandenburg protestiert von Anbeginn gegen die Wahl des Standorts, da durch alles, was der Betrieb der Fabrik mit sich bringt, Trinkwasser gefährdet werden kann. 

In dem Genehmigungsverfahren, welches die Behörden eiligst und kritiklos durchgewunken haben, wurde klar, dass Tesla auf Störfälle unzureichend vorbereitet ist. Ebenso war das Fehlen einer echten Werksfeuerwehr, welche per definitionem über eine besondere technische und personelle Ausstattung verfügen muss, ein wichtiger Kritikpunkt. 

Gestern Nacht leisteten bei Tesla zu Hilfe gerufene Ortsfeuerwehren den Grossteil der Arbeit. Dies bestätigt erneut: Die reine „Anerkennung“ einer Betriebsfeuerwehr als Werksfeuerwehr durch das Umweltamt qualifiziert sie nicht zu solch einer. Analog verhält es sich mit den hunderten anderer Genehmigungen, die das Umweltamt auf Druck der Politik erteilt hat, und die den Realitäten widersprechen.

Die Wassertafel Berlin-Brandenburg fordert zum Schutz des Trinkwassers eine sofortige Betriebsunterbrechung bei Tesla bis zur zur Klärung und Behebung der Störfallursachen und die Einleitung eines Genehmigungsverfahrens, welches diesen Namen verdient.      

Dr. Heidemarie Schroeder, Wassertafel Berlin-Brandenburg

 

In den regionalen (z.B. Märkische Oderzeitung vom 26.09.2022) wie auch überregionalen Zeitungen wurde ausführlich von dem Brand berichtet:

https://www.moz.de/lokales/erkner/brand-bei-tesla-flammen-auf-dem-gelaende-der-gigafactory-in-gruenheide-66742707.html

Unsere Pressemitteilung fand in verschiedenen Organen, unter anderem in der Berliner Zeitung vom 26.09.20922 Erwähnung: 

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/gruenheide-nach-grossbrand-bei-tesla-buergerinitiative-fordert-sofortigen-produktionsstopp-li.270840